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Drei neue Teams für Büdingen

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BÜDINGEN - Büdingen (red). Der Büdinger Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat drei neue Therapiehundeteams: Lea-Marie Koch mit Juma, Monika Feldmann mit Angel und Diana Lehmer mit Eyla legten jetzt erfolgreich ihre Prüfung ab. Die Teams sind nun befähigt, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Reha-Zentren oder Senioreneinrichtungen die Stimmung aufzuhellen.

Hunde haben keine Vorurteile, sie können Brücken bauen und mit ihrer bedingungslosen Freundlichkeit Menschen aus ihrer Einsamkeit locken. Eine freundliche Hundeschnauze ist auch aus therapeutischer Sicht interessant: Sie schenkt Freude, setzt Bewegungs- und Sinnesanreize, fördert Sozialkontakte und hilft, Gefühle auszudrücken - alles ohne Nebenwirkungen. 

Um Teil des Therapieteams zu werden ist ein intensives Training erforderlich. Denn sowohl der Hundehalter als auch der Vierbeiner müssen auf unterschiedliche Situationen vorbereitet werden. Zunächst absolvieren beide einen Eignungstest. Es folgen zwei Ausbildungsmodule und eine Abschlussprüfung. Besteht der Hund den Eignungstest, übernimmt der DRK-Kreisverband die Kosten für die weitere Ausbildung. Im Gegenzug verpflichtet sich der Hundehalter, ehrenamtlich für das Rote Kreuz tätig zu werden. 

Welche Voraussetzungen sollte der Hund mitbringen? Er sollte mindestens zwei, aber nicht älter als sieben Jahre sein. Die wichtigsten Voraussetzungen sind die Freundlichkeit und die Motivierbarkeit. Auch an Hundehalter werden Anforderungen gestellt: Der Hundeführer muss zuverlässig sein, seinen Hund gut einschätzen und die "calming signals", also die Stresssignale, sofort erkennen können. Beim Eingangstest wird geprüft, wie der Hund beispielsweise auf lärmende Kinder reagiert, wie offen er auf fremde Menschen zugeht und wie er sich anderen Hunden gegenüber verhält. 

Die beiden Module umfassen 40 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis. Inbegriffen sind Praxistage und Hospitationen. Mensch und Hund sollen zum Abschluss der Ausbildung eine Einheit bilden, sich nonverbal verständigen können. Zudem werden Techniken aus den Bereichen der Kommunikation und Interaktion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie trainiert. Herrchen und Frauchen lernen die Erste Hilfe, der Hund absolviert unter anderem ein Milieutraining und macht Bekanntschaft mit Krücken, Rollatoren oder Kinderrollern. Er lernt Tricks und bei plötzlichem Lärm ruhig zu bleiben. 

Das DRK in Büdingen ist im Begriff, eine neue Therapiehundegruppe aufzubauen. Wer Interesse hat, an der nächsten Eignungsprüfung am Samstag, 9. Juni, teilzunehmen, kann sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Erforderlich sind die kompletten Kontaktdaten und eine Kurzbeschreibung des Hundes, also Angaben zur Rasse, dem Alter und zu seinen Vorlieben. Nähere Informationen gibt es auch unter der Telefonnummer 06042/88060.

 

Quelle: Kreisanzeiger Büdingen