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Therapiehund Findus

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Biedenkopf (red). Der Mischlingshund "Findus" ist ein Vierbeiner mit einer ganz speziellen Aufgabe. Er steht seit 2013 im Dienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und wird als Therapiehund eingesetzt. Das Betätigungsfeld ist vielseitig, es reicht von Besuchen in Schulen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Alten- und Pflegeheimen bis hin zu Reha-Einrichtungen.

Warum macht er das? Der Kontakt mit Hunden setzt Sinnes- und Bewegungsanreize, sie stiften außerdem soziale Kontakte, schaffen Abwechslung und bringen einfach Freude ins Leben vieler Menschen. Ein bestandener Eignungstest ist Voraussetzung für die rund 60 Stunden in Theorie und Praxis umfassende Ausbildung von Findus und seinem "Herrchen" Matthias Debus.

Zur praktischen Ausbildung gehören Situationen, denen die Hunde bei ihren künftigen Einsätzen begegnen. So lernen sie das Gehen am Rollstuhl, werden an Gehwagen und Krücken gewöhnt sowie an Lärm und ungewohnte Bewegungs- und Verhaltensmuster. Weiter üben sie das Gehen auf verschiedenen Bodenbelägen, Fahrstuhlfahren und Treppenlaufen sowie die Kontaktaufnahme zu bekannten und fremden Menschen.

In der theoretischen Ausbildung sind die Hundehalter gefragt. Auf ihrem Lehrplan stehen die Körpersprache des Hundes, sein Lernverhalten, Stress bei Hunden, der Schutz des Hundes bei den Einsätzen, die Gesundheitsrisiken durch den Hund und die optimale Vorbereitung auf die Einsätze. Auch die Krankheitsbilder von Patienten, verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Abläufe gehören ebenso wie der Umgang mit Demenzkranken oder Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zur Ausbildung.

Nach mehreren Hospitationen bei erfahrenen Therapiehundeführern endet die Ausbildung mit einer Abschlussprüfung. Die Hundeführer arbeiten ehrenamtlich, das heißt freiwillig und unentgeltlich. Regelmäßige Fortbildungen für das Team sind genauso selbstverständlich wie die jährliche Gesundheitsüberprüfung der Hunde.

Quelle: http://www.mittelhessen.de/lokales/region-marburg-biedenkopf_artikel,-Therapiehund-Findus-nimmt-die-Arbeit-auf-_arid,205757.html